Jost Handtrack – mit Herz und Verstand – April 2016

Nach wie vor sind die Herausforderungen und Chancen, die die Asylthematik mit sich bringt, immer noch eines der bedeutsamsten Themen sowohl in Deutschland als auch in Landsberg.

Die Folgen werden immer spürbarer : Die Flüchtlinge – größtenteils aus Bürgerkriegsgebieten – werden unser Land sicherlich verändern.

Manche Mitbürger sind verunsichert und sehen darin eine Gefahr, viele andere wiederum eher eine Chance: Unser Arbeitsmarkt sucht händeringend nach gut ausgebildeten Facharbeitern.

So bereitet die Berufsschule in mehreren Klassen junge Flüchtlinge auf ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland vor. Viele Ehrenamtliche, die sich in Deutschkursen und in der Betreuung von Flüchtlingen engagieren, empfinden sie als Bereicherung.

Unterbringung

Im Stadtgebiet Landsberg sind weitere Unterkünfte im Gespräch.
Um einer Zentralisierung im Nordwesten Landsbergs vorzubeugen, hat der Stadtrat in seiner Sitzung vom 24. Februar einstimmig ein Gesamtkonzept verabschiedet, das folgende Standorte  in dieser Reihenfolge  beinhaltet:

  1. Gewerbegebiet am Penzinger Feld ( Spitalfeldstraße )
  2. Weiherstraße (westlich der Tennisplätze)
  3. Pfettenstraße West (in Verlängerung der Akazienstraße)
  4. Schongauer Straße (südlich Baugebiet Wiesengrund)
  5. Schwaighofstraße (südlich der A 96)
  6. Pitzling (Freigelände bei der Schule) sowie
  7. Iglingerstraße (Teil 2).

Die vorgenannten Standorte dürfen zunächst eine max. Belegung von 60 Plätzen nicht überschreiten. Es ist ein wertvoller Kompromiss als Grundlage für eine gerechte und verträgliche Verteilung der Flüchtlingsunterkünfte auf das gesamte Stadtgebiet.

In der Sitzung vom 9. März hat der Stadtrat  begonnen, den Beschluss umzusetzen, indem er der Errichtung einer Wohncontaineranlage am Penzinger Feld zugestimmt hat.

Betreuung

Bisher war das Rote Kreuz für die Betreuung der Asylbewerber und der
Ehrenamtlichen zuständig. Dies soll in Zukunft durch das  Landratsamt erfolgen: Einen wichtigen  Beitrag leisten nach wie vor die vielen Ehrenamtlichen in Stadt und Land, allen voran das Integrationsprojekt von freiwilligen Helfern „Landsberg Läuft“.

Alles in allem stellt sich nicht die Frage, ob wir es schaffen, sondern wie  wir die Integration der Neuankömmlinge, die bei uns Schutz und eine Lebensperspektive suchen, mit Herz und Verstand meistern. Viel guter Wille war dafür bisher in Landsberg  vorhanden.

All denen,  die sich dafür engagiert haben, sei auch an dieser Stelle herzlich gedankt.

Jost Handtrack
(Stadtrat in Landsberg, Referent für ausländische Mitbürger)

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