LernCoaches für DLernAsyl gesucht

Das Konzept ist da, wir haben Erfahrungen, es wird positiv bewertet, jetzt suchen wir Lern-Orte und Lern-Coaches.



1 LernCoaches gesucht für DLernAsyl

1. 1 Das Projekt DLernAsyl

DLernAsyl ist ein Projekt des AWO-Mehrgenerationenhauses Landsberg in Kooperation mit der VHS Landsberg und der VHS Kaufering.
Flüchtlingen sollen die Chance haben, am PC Deutsch zu lernen, wenn sie noch keinen Deutsch-Kurs haben oder als Ergänzung.

1. 2 Wir haben Erfahrungen und ein Team

Das Projekt läuft seit November 2015 und wir haben gute Erfahrungen, natürlich auch weniger gute - und wir lernen daraus.

o   ... und Unterstützung
o   Google - NetHope.org
Der Kurs in der VHS wurde kürzlich vom Sponsor begutachtet, das ist Google-Nethope.org. Das hat gefallen, sodass Nethope.org unser Projekt als "musterhaftes Erfolgsbeispiel an die Presse kommunizieren" will.
o   Landrat
Das Projekt wurde auch in der Bürgermeisterdienstbesprechung am 23.Juni vorgestellt. In der Niederschrift heißt es dazu: "Herr Landrat bedankt sich ... und stellt fest, dass Asylbewerber beim Erlernen der deutschen Sprache noch große Defizite haben. Auch wurde festgestellt, dass die Deutschkenntnisse der Teilnehmer aus den Integrationskursen noch stark verbesserungsfähig sind.
Herr Landrat hofft daher auf die Unterstützung der Gemeinden bei der Bereitstellung von zusätzlichen Lern-Orten"

1. 3 Deutsch lernen am PC - geht das überhaupt?

Das ist klar: sprechen lernen können sie am PC nicht, dafür müssen andere Gelegenheiten geschaffen werden.

o   Lesen, hören, verstehen
Aber am PC können sie Deutsch lesen, hören und verstehen lernen.
Man bedenke: um einen Dialog führen zu können, muss man nicht nur reden können, sondern auch sein Gegenüber verstehen. Dem Meister im Betrieb ist wichtig, dass sein Mitarbeiter seine Anweisungen versteht und ggfls Betriebsanleitungen lesen kann.
Und man bedenke: bevor was aus dem Mund raus kommen soll, muss es erst in den Kopf rein - und das heißt üben, üben, üben - und dafür ist der Computer ein gutes Medium.
o   Sprach-Coaches
Sprach-Coaches bieten dann Gelegenheiten, um das am PC gelernte praktisch anzuwenden.
o   Lern-Teams
Die Schüler sollten nicht allein am PC sitzen, sondern kleine Teams bilden, die sich einigermaßen gut verstehen, auch sprachlich und in etwa auf gleichem Stand der Deutschkenntnisse sind.
Auch wer sich schwertut - wenn er mit seinem Kumpel dran bleibt, macht er Fortschritte.
Wichtig ist auch: die Schüler sollten sich vornehmen, wenigstens 4 Wochen dabei zu bleiben - 3 x die Woche 2 Stunden.

1. 4 Problem Beständigkeit der Studenten

Auch aus den normalen Deutsch-Kursen kennt man das: nach anfänglich großem Zuspruch bröckelt das. Dann ärgern sich die Ehrenamtlichen, wenn sie ihre Zeit vergeuden.
Mit Ermahnungen kommt man nicht weit, da sind die jungen Leute gleich auf der ganzen Welt.
Was wir machen ist, wir sorgen für gleichmäßige Auslastung der Lern-Orte und -Kurse, indem wir ein gutes Angebot haben, Anwesenheitslisten führen und den Lernfortschritt beobachten.
Wenn ein Lern-Platz frei wird, rückt der nächste Student aus der Warteliste nach.

1. 5 Attraktiv für Flüchtlinge

Die Flüchtlinge nutzen ein faszinierendes Medium, können jederzeit einsteigen und verbessern ihre Chancen.

o   Faszinierendes Medium Computer
Der Computer an sich ist ein faszinierendes Medium - und wenn man dabei was lernt. Jedenfalls zeigen die Studenten in der Zeit am PC keinerlei Ermüdungserscheinungen.
o   Individuelles Lerntempo am PC
Die Studenten tun sich unterschiedlich schwer, die neue Sprache zu erlernen.
Das ist einer der Gründe, warum Studenten den Deutsch-Unterricht abbrechen - weil der Unterricht nicht ihrem Leistungsstand angepasst werden kann.
Bei DLernAsyl wird jedem die Chance geboten, in seinem Tempo zu lernen.
Ein Student kann jederzeit einsteigen, wenn ein LernPlatz frei ist, sonst muss er sich auf der Warteliste gedulden.
Wer schon viel Deutsch kann - das Programm IWDL (ich-will-deutsch-lernen.de) bietet auch über A1 hinaus Möglichkeiten zur Weiterbildung.
o   Eine Chance für Flüchtlinge
Das wichtigste ist: die Flüchtlinge bekommen eine faire Chance, wenn die Bildungseinrichtungen überlastet sind, sich trotzdem vorwärts zu arbeiten und ihre Position im Wettbewerb um Arbeitsplätze zu verbessern.
Sie können selbst was tun und müssen nicht hilflos und frustriert warten.
o   Flüchtlinge als Coaches
Flüchtlinge können sich und uns beweisen, dass sie Energie haben, lerneifrig sind, was schaffen können und dass sich der Einsatz lohnt. Das wünschen wir uns doch, oder?
In den beiden jetzigen Kursen helfen Studenten aus den vorigen Kursen als Coaches - so soll es sein.

1. 6 Attraktiv für ehrenamtliche Coaches

Mittlerweile sind die ehrenamtlichen Helfer schon am Ende ihrer Möglichkeiten. Dann lohnt es sich hinzuschauen, wo sich auch begrenzter Einsatz noch lohnt.

o   Flexibler zeitlicher Einsatz
Coaches können sich mit dem Aufwand beteiligen, den sie gerade erbringen können - und das Engagement auch wieder beenden.
Das kann 1x pro Woche sein, oder jede 2. Woche, jenachdem wie groß das Coach-Team ist.
o   Flexibler fachlicher Einsatz
Coaches können sich als Aufsicht, PC-Coaches oder Sprach-Coaches einbringen.
o   Coach als Aufsicht
Das ist die wichtigste Grundfunktion: da zu sein, Anwesenheitslisten, PCs aufstellen und wegräumen beaufsichtigen.
Das erfordert keine Vorbereitung, aber eine fürsorgliche Hand.
Damit ist uns schon ein großes Stück geholfen.
o   PC-Lern-Coach
Der Coach kennt das Programm, kann bei kleineren Problemen weiterhelfen und vor allem:
den Studenten beim "PC-Lernen"-Lernen helfen.
Die wichtigste Regeln dabei sind: eine Übung so lange wiederholen, bis sie sitzt, alle Übungen der Reihe nach lösen, mit dem Kumpel ein Problem erst selbst zu lösen versuchen, bevor de Coach zitiert wird - das klappt hervorragend.
o   Sprach-Coach
Der Coach führt in kleinen Gruppen Gespräche, macht Spiele, um das im Programm gelernte anzuwenden.
Was das gerade ist, kann er dem Lernfortschritt entnehmen, der vom Programm ausgewiesen wird.
o   Selbst-Verwaltung
Der Helferkreis vor Ort kann mithilfe der DB die Coachplanung selbst vornehmen, Teams bilden und PCs zuordnen.

1. 7 Kooperation mit der Volkshochschule

Unsere Vokshochschulen haben langjährige Erfahrungen mit Kursen für Deutsch als Fremdsprache, mit Integrationskursen.
Sie stellen immer wieder fest, dass Studenten individuellere Förderung bräuchten. Das ist meist sehr schwer zu leisten.
Geben wir doch den Studenten die Chance, sich die individuelle Förderung beim Computer zu holen.

1. 8 Lern-Orte

Lern-Orte sind Räume mit Internet-Anschluss, in denen PCs stehen, an denen Studenten wenigstens 3x pro Woche für 2 Stunden lernen können.
Wir haben bis jetzt die Lern-Orte Kratzertreff, VHS Landsberg, Berufsschule Landsberg (siehe efi-landsberg.de/dlern)

o   Orte der Begegnung und Integration
Ein Lern-Ort ist für viele Studenten auch ein Ort der Begegnung - vor und nach der LernZeit - sie kommen raus aus den Unterkünften, haben ein Ziel.
Und wenn es gut läuft, finden die Studenten auch Kontakt zu den Menschen in ihrer Gemeinde.
o   Nethope.org
Wir haben die Möglichkeit über AsylPlus (Bad Tölz) 30-50 Chromebooks zu bekommen.
Das sind total einfach zu handhabende kleine Notebooks ohne Festplatte, die aber Internet brauchen.
Voraussetzung ist: wir finden Lern-Orte und Lern-Coaches.
o   VHS Kaufering hat LernOrte
Die VHS Kaufering hat in Kaufering und Außenstellen im Landkreis LernOrte, d.h. Räume mit Internet-Anschluss. Es fehlen die Coaches.

1. 9 Wenn Sie für Ihre Schützlinge was Gutes tun wollen,

geben Sie Ihnen die Möglichkeit, am Computer zu lernen,
melden Sie Ihre Schützlinge bei uns an oder stellen Sie sich als Coaches zur Verfügung.

o   EFI-Landsberg.de/dlern weiter... (/efi-landsberg.de)
hier finden Sie die nötigen Links, um Studenten anzumelden oder sich als Coach zu melden

07.08.2016 - Detail-Datei


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Eine Antwort auf LernCoaches für DLernAsyl gesucht

  1. Ute Bruns sagt:

    Sie bieten ein interessantes Angebot. Wir haben aber keine Computer für die Flüchtlinge. Wir unterrichten in Geltendorf mit verschiedenen Modellen. Eines nutzt http://www.iwdl.de der Volkshochschule. Die Seite projektieren wir für alle sichtbar an die Wand und lösen die Aufgaben gemeinsam, da nur das private Laptop der Lehrer verfügbar ist. Bitte senden sie mir weitere Informationen zu ihrem Projekt.
    Ute Bruns, Sprecherin des AK Deutsch Geltendorf

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