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Briefe der Neuigkeiten

Thema Brief der Neuigkeiten Nr. 66 – CORONA - Oktober 2021

Beitrag #246: Unsere Integration gelingt im Landkreis LL - Empowered by Ehrenamt      -


31.10.21 - Stefaniev   

Ab diesem Monat starten wir mit unserer Serie von gelungenen Integrationsbeispielen. Vielen Dank an dieser Stelle für die Bereitschaft der Ehrenamtlichen und gut Angekommenen, uns teilhaben zu lassen. ... weiter    

Mein Name ist Regine S.

Ich arbeite seit 2015 im Helferkreis Geltendorf als Koordinatorin und kümmere mich um mehrere Geflüchtete und ihre Familien.

2015 ist Ziad A. (heute 34) aus Syrien zu uns gekommen. Er hat mir schon bald erzählt, dass er mit seinem Vater eine Schneiderei in Damaskus betrieben hat. Und da entstand natürlich die Idee, auch hier in diesem Bereich tätig zu werden.

Selbstverständlich musste zuerst die Aufenthaltserlaubnis abgewartet und Deutschkurse erfolgreich absolviert werden. Und dann kam auch seine Frau aus Syrien nach Deutschland mit den zwei Mädchen, jetzt 7 und 9 Jahre alt, lange ersehnt und voller Freude empfangen.

Nachdem dies alles erreicht war, begann der dornige Weg zur Selbständigkeit. Da ich in diesem Bereich keineswegs eine Fachfrau bin, war meine Aufgabe zum einen, Ziad zu ermutigen und v. a. Informationen einzuholen und Kontakte zu knüpfen. Das ist mir gut gelungen: Ziad bekam wertvolle und unermüdliche Hilfe von verschiedenen Seiten. Wir mussten lernen, den formalen Prozess zu verstehen, die bürokratischen Hürden überwinden, finanzielle Mittel finden, Enttäuschungen verkraften. Das dauerte! Soweit ich konnte, stand ich an Ziads Seite, freute mich mit ihm, ärgerte mich mit ihm, war manchmal ratlos. Aber er hat es geschafft! Das alles kam zu einem guten Ende mit der Geschäftseröffnung in Landsberg am 15. September 2019! Dort ist er seither mit seinem Partner Walat A. als Änderungsschneider tätig.

Auch wenn die beiden erfolgreich sind, so gab und gibt es auch da Höhen und Tiefen, vieles andere in Coronazeiten, in denen das Geschäft zeitweilig auch geschlossen werden musste. Daher arbeiten beide in Teilzeit in der Schneiderei und in einem weiteren Job. Auch Ziads Frau hilft gerne bei Besorgungen und der anfallenden Arbeit mit. Die Hoffnung der Familie ist natürlich, finanziell auf sicheren Beinen zu stehen.


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