Menschen aus Risikogruppen sollen zuhause bleiben. Doch wie können sie sich mit Lebensmitteln versorgen, ohne die Wohnung zu verlassen?

Die Nachbarschaftshilfen in Landsberg bieten weiter Unterstützung beim Einkaufen während der Corona-Pandemie an. Auch das Landsberger AWO-Mehrgenerationenhaus unterstützt die Aktion durch eine Telefonhotline: Ältere Personen, Menschen mit Grunderkrankungen wie Herzkreislaufstörungen, Diabetes, Atemwegserkrankungen, Leber-, Nieren- oder Krebserkrankungen, Menschen mit einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche oder Menschen, die Medikamente einnehmen, die die Immunabwehr unterdrücken wie z.B. Cortison, sollten die Einkaufhilfen in ihrem Ortsteil annehmen! Menschen der Risikogruppen müssen besonders vorsichtig sein und lieber daheim bleiben.
Deshalb haben sich in Landsberg am Lech verschiedene Initiativen gebildet, die helfend zur Seite stehen. Nachbarschaftshilfen und Lebensmittelbringdienste von Ehrenamtlichen können dabei unterstützen, dass Menschen der Risikogruppe gut versorgt werden, ohne dabei die Wohnung verlassen zu müssen.

Alle Informationen zu Helfer-Initiativen sind zu finden auf www.landsberg-hilft-zusammen.de:
• Einkaufsservice SeniorenWohnen, 08191-128 261
• Nachbarschaftshilfe Landsberg am Lech, Traudl Melloh, 0160-1720193
• Lebensmittelbringdienst der Nachbarschaftshilfe, 0173-2659897
• Nachbarschaftshilfe im Ortsteil Ellighofen, Stephan Niedermayer, 08246-969 051
• Nachbarschaftshilfe im Ortsteil Erpfting, Irene Bleicher, 08191-4547
• Nachbarschaftshilfe im Ortsteil Pitzling, Robert Eldner, 08191-32332
• Nachbarschaftshilfe „Dahoam in Reisch e.V.“ in Reisch, Martina Sießmeir, 08191-9851988.

Menschen würdevoll begleiten

Ausbildung der HospizbegleiterInnen 2018/2019

Von Angelika Rutherford

Im September 2018 begann unsere Hospizausbildung beim Hospiz- und Palliativverein (HPV) Landsberg am Lech e.V. mit dem Grundseminar, bestehend aus zwei Wochenenden (Freitagnachmittag und Samstag) und zwei Abendveranstaltungen, bei denen uns viele Themen vorgestellt und nahe gebracht wurden: Hospizarbeit und Palliative Care, Bedürfnisse sterbender Menschen, Ambulante Hospizarbeit: Aktive Begleiterinnen berichten von ihrer Tätigkeit, Aufgaben und Grenzen der Hospizbegleitung – eine Aufgabe für mich?, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, Arbeit und Philosophie eines Bestattungsunternehmens.

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Der Geschmack der Kindheit

Als Kind habe ich mich immer darüber gewundert, dass mein Vater sich von meiner Mutter immer Bratkartoffeln wie die seiner Mutter gewünscht hat – mit Krüstchen. Die gelangen meiner Mutter nur in einer uralten Eisenpfanne, deren Stiel abgebrochen und mit Leukoplast angeklebt war. Und zu besonderen Tagen wie Geburtstag oder Hochzeitstag wünschte sich mein Vater von ihr „Rostige Ritter“ mit Weinschaumsoße. Alles Erinnerungen an Speisen, die nun auch meine Kindheitserinnerungen begleiten. Wie auch eine süße Biersuppe mit Ei-Schaum-Klößchen aus seiner Heimat, die es statt Abendbrot gab und uns Kindern auch sehr gemundet hat. Ich habe sie für meine Familie trotzdem noch nie gekocht und auch eigentlich auf meinem Speiseplan nie vermisst.

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Neue Wege der Interaktion

Kommunikation und Demenz – verstehen und verstanden werden
In Deutschland leben schätzungsweise fast 1,6 Millionen Menschen mit Demenz. Der größte Teil von ihnen (etwa 65%) ist an der Demenz vom Typ Alzheimer erkrankt. Daneben gibt es rund 50 verschiedene weitere Demenzformen, die für das restliche Drittel der Erkrankungen verantwortlich sind. Auch wenn es die Demenz nicht gibt und Demenz nicht automatisch mit Alzheimer gleichgesetzt werden kann, haben die verschiedenen Krankheitsformen eine Gemeinsamkeit: die Fähigkeit sich verbal auszudrücken und Gesprochenes korrekt zu verstehen, nimmt mit der Zeit immer weiter ab.

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Die Sandwich-Generation

Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege
Die Versorgung eines pflegebedürftigen Angehörigen ist erfordert viel Zeit und ist oftmals körperlich sowie psychisch belastend. Da kann es schwierig sein, Familie, Beruf und Pflege unter einen Hut zu bekommen. Aus diesem Grund wurden bereits vor längerer Zeit das Familienpflegezeitgesetz und das Pflegezeitgesetz angepasst, um die Flexibilität und Sicherheit von Angehörigen zu erhöhen.

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Zuhause wohnen bleiben

Die meisten Menschen möchten auch bei Krankheit oder Behinderung in der vertrauten Umgebung wohnen bleiben. Dazu muss aber häufig der Wohnraum an die veränderten Bedürfnisse angepasst werden.
Und auch wenn manchmal bereits kleinere Maßnahmen eine große Wirkung erzielen (beispielsweise das Entfernen von Stolperfallen oder das Anbringen von Haltegriffen), sind teilweise auch größere Umbaumaßnahmen notwendig, die die eigenen finanziellen Möglichkeiten übersteigen können. Es gibt jedoch verschiedene Kostenträger und Förderprogramme, die eine finanzielle Unterstützung bei Umbaumaßnahmen zur Barriere-Reduzierung bieten können.

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Wie sich pflegende Angehörige vor Überforderung schützen

Aktuell sind in Deutschland etwa 2,9 Millionen Menschen pflegebedürftig. Etwa drei Viertel hiervon (oder ca. 2,08 Millionen Menschen) werden zu Hause versorgt, wobei fast 1,4 Millionen Menschen ausschließlich durch ihre Angehörigen versorgt werden. Die Angehörigen erleben dabei nicht selten eine Doppel- oder gar Dreifachbelastung: Sie sind selbst noch berufstätig, kümmern sich um ihre pflegebedürftigen Eltern oder Schwiegereltern und haben eigene Kinder, die ihre Aufmerksamkeit benötigen.
Die Übernahme der Pflege wird dabei oftmals als Pflicht angesehen und wenn die Zeit immer knapper wird, werden Abstriche bei den eigenen Interessen gemacht oder der Schlaf kommt zu kurz.
Fehlende Erholungsphasen machen sich aber über kurz oder lang bemerkbar. Krankheitsanfälligkeit und -häufigkeit steigen an, man ist unausgeglichen und schnell gereizt. In dieser Situation tut man jedoch weder sich, noch dem pflegebedürftigen Angehörigen einen Gefallen. Daher ist es wichtig, sich selbst nicht aus dem Blick zu verlieren und rechtzeitig Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen.

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Ich werde alt von Fritzi Fromm

5. Mai 2018. Alt sind immer nur die anderen
Wir altern ja ab dem Tag unserer Geburt. Zunächst kriegt man das gar nicht so mit, ja eigentlich können wir es nicht erwarten, endlich älter zu sein und sich so blöde Sprüche wie: „Dafür bist du noch zu klein!“ nicht mehr anhören zu müssen. Das Alter ist also relativ. Mir also war es ganz recht, in meiner Jugend für älter gehalten zu werden, mit 14 wie 18 auszusehen und somit unproblematisch in die Disco gehen zu dürfen. Ja, da kam ich mir doch sehr erwachsen vor, Zigaretten rauchend und Kaffee trinkend im Straßencafé zu sitzen und mit den männlichen Passanten zu flirten.
Zum Glück hat sich das mit zunehmendem Alter relativiert: Je älter ich wurde, desto jugendlicher sah ich aus, ging mit Mitte 40 noch für Mitte 30 durch. Und dank guter Gene und einer gesunden Fettschicht habe ich nun auch mit Mitte 60 noch immer eine fast faltenfreie Haut. Man sieht mir also das Alter kaum an, behandelt mich dementsprechend auch nicht meinem Alter gemäß. Wenn ich etwa eine Verkäuferin bat, mir das Kleingedruckte auf einem Etikett vorzulesen, sah die mich ungläubig an, wahrscheinlich Schikane vermutend. Dabei hatte ich nur meine Lesebrille vergessen. Im Zug wurde mir kein Sitzplatz angeboten, auch wenn ich mit meinen arthritischen Knien kaum stehen konnte.

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