EFI-Praxistag am 14.1.2019 – Protokoll



1 Teil 1: Besichtigung des Caritas-Seniorenzentrum Heilig-Geist-Spital

Gastgeberin für unseren Praxistag war diesmal das Caritas-Seniorenzentrum Heilig-Geist-Spital Landsberg und ihre Leiterin Frau Fischer.

2014 war Grundsteinlegung, wegen historischer Funde auf dem Baugelände ergab sich 1 Jahr Zeitverzug, sodass am 1.3.18 Eröffnung gefeiert werden konnte. Der Grund gehört der Stadt Landsberg, in Erbpacht an den Bauherrn und Träger CAB Augsburg gegeben.

Die Leiterin Frau Fischer - führte uns durch das Haus, das Platz für 117 Bewohner hat, eine Cafeteria und ...

... eine leistungsfähige Küche, die täglich 550 Essen für die Bewohner bereitstellt, aber auch für Kindergärten, das nahe gelegene Betreute Wohnen, Reha der Herzogsägmühle. Das Essen ist auf vielerlei Bedürfnisse abgestimmt, Senioren, Kinder, Kranke, Allergiepatienten

Im 4. Stock ist außerdem die Sozialstation St Martin (vormals Lechstr).

Es gibt 4 Wohngruppen für je 39 Bewohner, die in Doppelzimmern oder , Einzelzimmern leben, es gibt Gemeinschaftsräume für Gruppenaktivitäten.

Das Personal ist noch ausreichend, aber knapp, es wird immer gesucht. Das Seniorenzentrum bietet Ausbildung für kaufmännische Azubis und angehende Altenpfleger.

Wir bekamen viele weitere Infos über Platzangebot, Wartezeiten, Kosten.

Ehrenamtliche gesucht - Das Spital ist froh um ehrenamtliche Mitarbeiter für ganz vielfältige Aufgaben, zB
- Besuchsdienst
- handwerkliche Mitarbeit wie zB Gartenpflege
- die Cafeteria wird von Ehrenamtlichen betrieben
- Betreuung von Seniorengruppen, die gemeinsam malen, basteln, singen

Links -

- Homepage des Seniorenzentrums siehe www.caritas.de -

- Webseite mit Überblick über Seniorenheime siehe www.wohnen-im-alter.de -

- Kosten siehe www.seniorplace.de - Wer sich für die Kosten interessiert, kann hier nachschauen

2 Teil 2: Rais-Parsi - Senioren im Landkreis Landsberg

Unsere nächsten Gäste an diesem Praxistag waren Frau Barbara Juchem und Herr Rais-Parsi vom Landratsamt Landsberg. Ihre Dienststelle ist den Senioren im Landkreis gewidmet.
Wir wollten wissen, wie stehts denn um die Seniorinnen und Senioren. Die Zahlen, die Herr Rais-Parsi uns vortrug waren wirklich interessant.

Der demografische Wandel führt dazu, dass im Landkreis Landsberg am Lech – wie auch in ganz Deutschland – immer mehr ältere und weniger junge Menschen leben werden. Bis zum Jahr 2030 wird sich die Zahl der Hochaltrigen (ab 80-Jährige) fast verdoppeln.

Um den Menschen auch im höheren Lebensalter noch ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, sind zahlreiche Unterstützungs- und Hilfsangebote notwendig.

Dies ist eine freiwillige Leistung des Landkreises ... - ... insofern, als der Gesetzgeber für die Altenarbeit des Landkreises keine Finanzierung durch Land oder Bund vorsieht. Das muß aus der Kreisumlage finanziert werden.

Anteil der Senioren wächst - 2016 waren von ca 120.000 Einwohnern ca 20% älter als 65 Jahre. In den nächsten 15 Jahren bis 2030 wird dieser Anteil auf 26% steigen.
Entsprechend wird auch die Zahl der Pflegebedürftigen zunehmen von jetzt 2.400 (2,4%) auf 3.500 (3%) Menschen in 2030. 25% der Pflegebedürftigen werden in Einrichtungen versorgt, 50% werden zuhause von Angehörigen und ambulanten Pflegediensten versorgt.
Das ist ein Problem, denn die Zahl der Angehörigen, die das machen können geht zurück, weil immer mehr Senioren alleine leben, wg beruflicher Mobilität, weil die Kinder auch schon alt sind. D.h. die Bedeutung beruflicher Pflege wird zunehmen.

Unser schöner Landkreis erfreut sich zudem starken Zuzugs von Älteren aus München, stärksten in ganz Bayern.

Pflegepersonal fehlt. - 2030 werden im Landkreis 420 Vollzeitstellen fehlen. Diese verteilen sich ohnehin auf mehr Personen, denn 3/4 der ambulanten Pflegekräfte arbeiten in Teilzeit.
Daraus ergibt sich ein Bedarf von ca 700 neuen Pflegekräften, mit 3-jähriger Ausbildung und Examen in der Altenpflege.

Demenz - Besondere Fürsorge brauchen an Demenz erkrankte Menschen. Ihre Zahl wird von ca 2000 heute auf 3300 in 2030 steigen, plus 80%.

Demenz ist auch eine "Krankheit der Angehörigen". Die Zahl der Angehörigen von Demenzkranken wird von heute 4.000 auf 6.000 steigen.

Was tut das Landratsamt -

- Aufklärung: das Wissen in der Bevölkerung über Demenz ist zu gering, das braucht man auch gelegentlich, wenn man hinter der Bäckertheke steht oder als Busfahrer einen verwirrten Gast bekommt.

- Workshop für pflegende Angehörige

- Kursleiterschulung, zB um eine Turngruppe zu betreuen

Links -

- Dienststelle Senioren im Landratsamt Landsberg siehe www.landkreis-landsberg.de - dort findet man auch den Link zum Demenzratgeber

23.01.2019 - Detail-Datei


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